Fachgebiet Wasserbau

BRIGAID - BRIDGING THE GAP FOR INNOVATIONS IN DISASTER RESILIENCE

BRIGAID ist ein Forschungsvorhaben, welches im Rahmen von HORIZON 2020 durch die Europäische Union gefördert wird. Ziel des Projektes ist die integrale Unterstützung für Innovationen zur Klimaanpassung, die sich auf klimabedingte Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und extreme Wetterbedingungen konzentrieren. Finanziert wird die Umsetzung innovativer und erfolgversprechender wissenschaftlicher Ideen und deren Einsatz in der Praxis.

Kurzbeschreibung

An der Technischen Universität Kaiserslautern wird der Bau einer selbstaufschwimmenden Hochwassersperre aus Ultra High Performance Concrete (UHPC - Ultrahochfester Beton) umgesetzt. Die Idee zu diesem innovativen Vorhaben wurde in den Jahren 20016 und 2017 am Fachgebiet Massivbau und Baukonstruktion der TU Kaiserslautern entwickelt und mit Mitteln aus dem Programm „Zukunft Bau“ finanziert. Das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft wirkte an diesem Vorgängerprojekt durch seine Expertise im Bereich Technischer Hochwasserschutz mit.

Im Rahmen von BRIGAID soll nunmehr ein Demonstrator im Maßstab 1:1 gebaut werden. In einer Reihe konkreter Einsatztests wird die Hochwassersperre unter verschiedenen Randbedingungen getestet. Im Ergebnis soll Produktreife der Hochwassersperre nachgewiesen werden. Zusätzlich dient der auf dem Universitätsgelände gebaute Demonstrator als Anschauungsobjekt in der Lehre. Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit stehen vor allem Verbesserungen an der Bewehrung und der Schalung, das Verbinden zweier Elemente sowie die testweise Flutung mit Wasser, um die Dichtigkeit zu überprüfen. Das Projekt wird in bewährter Zusammenarbeit zwischen dem Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft und dem Fachgebiet Massivbau und Baukonstruktion der TUK umgesetzt.

 

 

Bei Starkregenereignissen mit Überschwemmungen kann die Zeit begrenzt sein, um Hochwasserschutzvorrichtungen aufzubauen. Das vorgestellte Hochwasserschutzsystem ist selbstaufrichtend und ist nicht auf Elektrizität oder Arbeitskräfte angewiesen, um Schutz bieten zu können. Wenn keine Überflutung stattfindet, befinden sich die Betonelemente in einer horizontalen Position und können befahren werden.

 

DrittmittelgeberBRIGAID (EU)
Projektpartner TUKFachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft, Fachgebiet Massivbau und Baukonstruktion
Bearbeiter TUKDr. Daniel Schwindt; Kasem Maryamh, M.Sc.; Prof. Dr. Robert Jüpner (zum Projektbeginn Dipl.-Ing. Michael Eiden, Philipp Ventulett, B.Sc.)
Fördersumme25.000 €
Projektbeginn01.05.2018
Projektdauer6 Monate

Publikationen

SCHNELL, J.; MARYAMH, K (2018): Konstruktion und Bemessung selbststätiger Hochwassersperren aus Hochleistungsbeton, in: Beton und Stahlbetonbau 113, Heft 6, 2018, S. 423 - 432.

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