Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen

Ressourceneffizienz in der Betonherstellung – Otto von Guericke Preis 2022 geht nach Kaiserslautern

Anja Tusch und Jonas Lillig vom Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen ist es gelungen, den mit 10000 € dotierten Otto von Guericke Preis 2022 nach Kaiserslautern zu holen.

Herzliche Glückwünsche

Weitere Informationen

Zum Mitschnitt der Preisverleihung

Into the great wide open

Neben der akademischen Lehre ist auch die berufliche Ausbildung junger Menschen im Dualen System in einer Vielzahl anerkannter Ausbildungsberufe an der Technischen Universität Kaiserslautern fest verankert.

Auch das Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen leistet hierzu seit vielen Jahren im Ausbildungsberuf „Baustoffprüfer“ einen Beitrag. Dabei konnte im zurückliegenden Jahr ein schöner Erfolg erzielt werden.

Herr Janik Hoffmann hat im Mai 2022 seine im Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen absolvierte Ausbildung zum Baustoffprüfer der Fachrichtung Mörtel- und Betontechnik mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossen und wurde im Dezember als Jahrgangsbester in seinem Ausbildungsberuf von der IHK Pfalz geehrt und ausgezeichnet.

Die ehemaligen Kolleginnen und Kollegen vom Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen gratulieren zu diesem schönen Erfolg und wünschen Herrn Hoffmann weiterhin viel Erfolg auf dem Weg in die Weite des Berufslebens.

Anja Tusch und Jonas Lillig vom Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen (Prof. Breit) für Otto-von-Guericke-Preis nominiert

Die AIF zeichnet jährlich ein Forschungsprojekt, das sich durch hohen Erkenntnisgewinn und hohe wirtschaftliche Bedeutung der Ergebnisse für mittelständische Unternehmen auszeichnet, mit dem Otto-von-Guericke-Preis aus. Dazu können die Forschungsvereinigungen zunächst Vorschläge einreichen, die dann von einer Jury begutachtet werden. Unter den Vorschlägen dieses Jahres ist auch ein Forschungsprojekt des Fachgebiets Werkstoffe im Bauwesen. Es handelt sich dabei um das Forschungsprojekt „RC-Frisch – Steigerung des Frischbetonrecyclings in der Transportbetonindustrie“, das von der Forschungsvereinigung Transportbetonindustrie unterstützt wurde.

In diesem Projekt wurde untersucht, bis zu welcher Menge der Einsatz wiedergewonnener Gesteinskörnung im Beton gesteigert werden kann, ohne eine Verschlechterung der resultierenden Betoneigenschaften befürchten zu müssen, und ob eine Änderung der bisherigen normativen Vorgaben sinnvoll und nötig ist.

Die Untersuchungen im Projekt haben bestätigt, dass die anfallenden Mengen wiedergewonnener Gesteinskörnung aktuell nicht vollständig in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können, was vor allem in der bisher gültigen Begrenzung von 5 % für den Einsatz wiedergewonnener Gesteinskörnung im Beton begründet liegt. Ganz im Sinne der Antragstellung und dem Ansatz der Ressourcenschonung hat sich auch gezeigt, dass eine Steigerung auf bis zu 25 % keine Verminderung der Betonqualität verursacht. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde daher ein Vorschlag zur Erweiterung der aktuellen Norm erarbeitet, der in der Neufassung der DIN 1045-2 berücksichtigt wird.

Die Wiederverwendung der wiedergewonnenen Gesteinskörnung trägt nicht nur dazu bei Abfälle zu vermeiden und Ressourcen zu schonen sondern hat auch wirtschaftliche Vorteile für die Unternehmen, die auf diese Weise bereits vorhandenes Material verwenden können und weniger neues Material zukaufen müssen.

Mit den Ergebnissen des Projekts konnten Anja Tusch und Jonas Lillig auch die Jury im ersten Auswahlschritt überzeugen. Aus den zahlreichen Vorschlägen wurden sie und ihr Projekt ausgewählt und haben als eines von drei Forscherteams die Finalrunde erreicht. Im nächsten Schritt werden die Projekte mit kleinen Filmbeiträgender Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bekanntgabe des Siegerprojekts und damit der diesjährigen Preisträger des Otto-von-Guericke-Preises erfolgt am 30. November 2022 im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin.

Weitere aktuelle Informationen zum Otto-von Guericke-Preis 2022 auf der AiF-Website.

Beton ohne Zement?

Ziel des aktuell unter Beteiligung des Fachgebiets Werkstoffe im Bauwesen laufenden URBCON-Projekts ist die Reduzierung von CO2-Emissionen und die Verwendung von Abfall- und Sekundärmaterialien als Ausgangsstoffe bei der Betonherstellung.

Im Rahmen des URBCON-Projekts wurden hierzu im Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen Betonzusammensetzungen ohne Zement auf der Basis alkalisch-aktivierter Bindemittel entwickelt.

Durch die neue Technologie der alkalischen Aktivierung konnte eine 60%ige Reduzierung der CO2-Produktion im Vergleich zu herkömmlichem OPC-Beton erreicht werden.

Um die Leistungsfähigkeit dieser Technologie zu demonstrieren, wurde mit einer der entwickelten Betonzusammensetzungen eine Sitzbank hergestellt.

Der Jahresbericht 2021 ist da!

Im Jahresbericht 2021 informieren die Fachgebiete des Konstruktiven Ingenieurbaus der Technischen Universität Kaiserslautern über aktuelle Forschungsprojekte, Veranstaltungen und viele weitere Ereignisse des Jahres 2020.

Neues Wahlfach zum WS 2021/22

Klimakiller Beton? Kreative Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Betontechnologie

Vor dem Hintergrund ambitionierter Klimaschutzziele rückt die ökologische Dimension des Baustoffs Beton immer weiter in den Vordergrund.

Im Rahmen des im WS 2021/2022 Lehre-Plus geförderten Wahlfachs  "Klimakiller Beton? Kreative Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Betontechnologie" werden innovative Technologien aus Forschung und Entwicklung jenseits der klassischen Betontechnologie aufgezeigt und diskutiert. Die praktische Anwendung des erlernten Wissens erfolgt über ein Planspiel, welches die Entwicklung eines marktfähigen Produktes im Rahmen eines FuE-Projektes nachempfindet. Aufgabe ist die Entwicklung eines im Vergleich zu Normalbeton nachhaltigeren Baustoffs zur Herstellung eines Fassadenelementes.

Der konstruktive Jahresbericht 2020 ist da!

Im Jahresbericht 2020 informieren die Fachgebiete des Konstruktiven Ingenieurbaus der Technischen Universität Kaiserslautern über aktuelle Forschungsprojekte, Veranstaltungen und viele weitere Ereignisse des Jahres 2020.

Neues URBCON-Video ist online

Wie kann Beton zu einem nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Werkstoff werden? Dieser Frage nimmt sich das von Interreg geförderte europäische Forschungsvorhaben URBCON an. Projektziele und Herangehensweise werden in einem gerade erschienenen Video  anschaulich erläutert.

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