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Forschungsprojekt

Sicherheitsorientierte Fahrerassistenzsysteme für Elektrofahrräder (SIFAFE)



Forschungsstellen

Juniorprofessur für Elektromobilität
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Daniel Görges
Technische Universität Kaiserslautern
Erwin-Schrödinger-Straße, Gebäude 12
D-67663 Kaiserslautern

Institut für Mobilität & Verkehr
Prof. Dr.-Ing. Wilko Manz
Technische Universität Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße, Gebäude 14
D-67663 Kaiserslautern

Abschluss

März 2019


Kurzbericht

Allgemeines

Die erhöhten Durchschnittsgeschwindigkeiten von Pedelecs in Kombination mit (Fahrrad-)Mobilität im Alter erfordern grundlegend neue Sicherheitskonzepte für Elektrofahrräder. Passive Sicherheitseinrichtungen wie Helme wurden in vergangenen Jahren umfassend untersucht und sind, auch im konventionellen Radverkehr, weit verbreitet. Aktive Sicherheitseinrichtungen wie Fahrerassistenzsysteme (FAS) wurden dagegen bislang kaum erforscht und sind nur vereinzelt verfügbar. Es fehlt bislang eine systematische Übersicht und Evaluierung der einzelnen Systeme, um ihren jeweiligen Nutzen den nötigen Aufwendungen gegenüberzustellen.

Die Wirksamkeit sicherheitsorientierter FAS zur Reduktion der Unfallzahlen und Unfallfolgen konnte für PKW, LKW und Krafträder in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Eine ähnliche Wirksamkeit ist auch für Elektrofahrräder zu erwarten. Hierzu muss allerdings noch eine grundlegende Forschung erfolgen. An diesem Punkt setzt das Projekt an.

Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für die kommenden drei Jahre im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) mit rund 400.000 Euro gefördert.

 

Ziele

Ziele des Projekts sind die Potentialanalyse, Konzeption sowie exemplarische Realisierung und Evaluation von sicherheitsorientierten FAS für Elektrofahrräder. Als Basis sollen FAS für PKW, LKW und Krafträder herangezogen werden. Für den Einsatz in Elektrofahrrädern müssen diese FAS jedoch hinsichtlich der Eignung evaluiert, adaptiert und weiterentwickelt werden. Hierbei müssen sowohl fahrzeugtechnische Rahmenbedingungen (Verbaubarkeit, Energiebedarf, Robustheit, Kosten) als auch verkehrswissenschaftliche Aspekte (Ablenkung, Wirksamkeit, Nutzerakzeptanz) berücksichtigt werden. 

Essentiell für eine Konzeption von sicherheitsorientierten FAS ist eine Nutzerstudie, um die Erwartungen, Wünsche und Hemmnisse potentieller Nutzer abschätzen zu können. Zum einen erfährt nicht jede technisch vorstellbare Lösung eine hohe Nutzerakzeptanz und zum anderen kann die Einschätzung auch helfen, neue Themenfelder zu erschließen, die bei einer rein technischen Betrachtung nicht bedacht wurden.

 

Durchführung

In einer ersten Stufe sollen anhand von persönlichen Einzelinterviews und eines Online-Fragebogens alltägliche Erfahrungen mit dem Elektrofahrrad und insbesondere kritische Situationen geschildert sowie diverse Assistenzsysteme hinsichtlich Praxistauglichkeit bewertet werden. Diese Bewertungen und Einschätzungen fließen anschließend direkt in die weitere Forschungsarbeit ein und helfen beispielsweise beim Aufbau eines Versuchsfahrrades.

In der zweiten Stufe sollen die entwickelten Assistenzsysteme in einem Testparcours und in diversen Probefahrten getestet und anschließend anhand eines Fragebogens und durch persönliche Interviews bewertet werden. Der Testparcours simuliert Alltagssituationen, die zu einem Unfall führen könnten. Die aktiven Systeme sollen die Probanden rechtzeitig vor Gefahren warnen, die passiven sollen die Sicherheit des Radfahrers durch Verstärkung der Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer erhöhen. Durch die Simulation der Situationen im Parcours entstehen keine Gefahren oder Verletzungsrisiken für die Probanden.

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Aktionen und Maßnahmen

  • Systematisierung relevanter Unfallarten abgeschlossen
  • Systematisierung der Assistenzsysteme abgeschlossen
  • bundesweite Nutzerbefragung abgeschlossen. Die Ergebnisse der Auswertung stehen hier zum Download bereit (Ergebnisbericht / Rohdaten auf Anfrage).
  • Vortrag beim Nationalen Radverkehrskongress (NRVK) in Mannheim
  • Konzeption erster Sensoren und Aktoren am Versuchsträger (Pedelec Gudereit ET8) abgeschlossen
  • Vortrag auf der Eurobike Messe 2017 in Friedrichshafen (Download PDF)
  • Entwicklung erster Fahrerassistenzsysteme inkl. Testbetrieb abgeschlossen
  • Durchführung der Probandenstudie zur Evaluation der Faherassistenzsysteme abgeschlossen
  • Auswertung der Probandenstudie in Bearbeitung. Ergebnisse folgen in Kürze hier.
  • Vortrag auf der Eurobike Messe 2018 in Friedrichshafen (Download PDF, Dowload Video 1, Download Video 2, Download Video 3)
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Weitere Informationen

Fahrradportal

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