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Forschungsprojekt

Hambachshuttle - Selbstfahrende Elektroshuttle zum Hambacher Schloss

Forschungsstelle

Fachgebiet Stadtplanung
Prof. Dr.-Ing. Detlef Kurth
Technische Universität Kaiserslautern
Pfaffenbergstraße 95/ Geb. 1
D-67663 Kaiserslautern

Institut für Mobilität & Verkehr
Prof. Dr.-Ing. Wilko Manz
Technische Universität Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße Geb. 14
D-67663 Kaiserslautern

Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Projektpartner

MoD Holding GmbH

Abschluss

Oktober 2021

Kurzbericht

Das Projekt „Selbstfahrende Elektroshuttle zum Hambacher Schloss“ ist ein wichtiger erster Baustein einer sich in Vorbereitung befindlichen Projektgruppe, die zum Ziel hat, das bestehende Mobilitätsangebot in Neustadt an der Weinstraße langfristig flächendeckend durch Mobility-on-Demand zu ergänzen. Mobility-on-Demand adressiert die Herausforderung des konventionellen ÖPNVs einer Klein- oder Mittelstadt, dass das Angebot aufgrund wirtschaftlicher Zwänge auf feste Haltestellen mit häufig geringer Busfrequenz eingeschränkt ist. Mobility-on-Demand holt Kunden dagegen zeitnah dort ab, wo sie sich befinden und bringt diese ohne Umstiege an das gewünschte Ziel. Das neue Mobilitätsangebot soll so verlässlich, sicher, bequem und preisgünstig sein, dass es von allen Menschen inklusive leidenschaftlicher Autofahrer regelmäßig in vielfältigen Einsatzfällen (Use Cases) genutzt wird. Mobility-on-Demand stellt sicher, dass sich die ausschließlich mit Elektrofahrzeugen ausgestattete Flotte immer mit maximaler Effizienz durch die Stadt bewegt, um die Kundenanforderungen abzuarbeiten.

Die für eine große Kundennachfrage erforderliche Leistungsfähigkeit von Mobility-on-Demand ist voraussichtlich nur unter Einsatz von autonomen Fahrzeugen wirtschaftlich darstellbar. Solange der Einsatz von Fahrern notwendig ist, verursachen diese einen Großteil der Gesamtkosten für einen Betreiber von Mobility-on-Demand. Die mit den Fahrern verbundenen Kosten sind deshalb für Kommunen oder KMU nur für ein Übergangsszenario und mit entsprechenden Fördergeldern darstellbar. Um den angestrebten Umbruch im Verkehrssystem von Neustadt an der Weinstraße und in anderen Klein- und Mittelstädten zwischen 20.000 bis 100.000 Einwohnern in Deutschland erfolgreich und nachhaltig zu initiieren, ist die Einsatzmöglichkeit von autonomen Elektrofahrzeugen in einem absehbaren Zeithorizont eine Voraussetzung.

Die Erfahrungen bei der Einführung anderer neuer Technologien in der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Frage der Nützlichkeit und Nutzbarkeit bei radikal neuen Technologien einer „Vermittlung“ gegenüber den potenziellen Nutzerinnen und Nutzern bedarf. In Neustadt an der Weinstraße soll die Vermittlung der neuen Technologie von vollautomatisierten Fahrzeugen in einem ersten Einsatzfall „Selbstfahrende Shuttle zum Hambacher Schloss“ geschehen. Aufgrund der aktuell sehr unbefriedigenden Situation im Ort Hambach gibt es einen großen Handlungsdruck und schon heute besteht bei wichtigen Entscheidern eine große Offenheit in Bezug auf den Einsatz autonomer Elektrofahrzeuge als Lösungsansatz.

Im Rahmen des Projektes geht es nicht nur um die Lösung des zur Zeit im Fokus stehenden Problems des hohen Verkehrsaufkommens in den Wohngebieten, die auf dem Weg zum europäischen Weltkulturerbe Hambacher Schloss durchfahren werden müssen. Vielmehr soll das Projekt deutliche Hinweise darauf geben, wie die neue Technologie „Autonomes Fahren“ eingesetzt werden kann, um eine positive Entwicklung des Ortsteils Hambach und mittelfristig der Stadt Neustadt unter Abschätzung von Aufwand versus Nutzen und Chancen versus Risiko maßgeblich zu unterstützen.

Ein wesentlicher Fokus liegt auf der Integration des neuartigen Mobilitätsangebots in das bestehende Verkehrssystem im Sinne

  • der Angebotsintegration (Nutzererwartungen, Nutzen, Akzeptanz) in das bisher stark durch den motorisierten Individualverkehr geprägte Nachfragegefüge in kleinen und mittleren Städten außerhalb der Verdichtungskerne,
  • der städtebaulichen Integration im Sinne der ggf. notwendigen Adaption der bestehenden, historisch gewachsenen Straßenräume, der Anpassung des ruhenden Verkehrs und der Nutzung der sich durch Verkehrs- (Fahrtenbündelung) und Emissionsreduzierung ergebenden städtebaulichen Potentiale.
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