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Sommerexpedition des Fachgebietes Bauphysik/ Energetische Gebäudeoptimierung

Punkt 1900 erschien der Kapitän auf der Pier, wo die angeheuerte Crew schon auf das Einschiffen wartete. Der schicke Einmaster aus den Werfthallen der Bavaria lag schnittig im aufgewühlten Wasser des Lochauer Hafens und wartete darauf, die Wellen des Bodensees zu zerteilen...

Endlich war es soweit, alle Vorbereitungen und Besprechungen zum Segeltörn gipfelten nun in diesem Abenteuer: Der Lehrstuhl Bauphysik/ Energetische Gebäudeoptimierung sticht in See! Am zweiten Juliwochenende verbrachten sieben Bauphysiker aus Kaiserslautern und Weimar zwei Tage auf dem Segelschiff „Seeadler“.

Logbuch

Am Samstagmittag um dreiviertel Eins (Viertel vor Eins), nachdem wir die wichtigsten Handgriffe und Befehle an Deck gelernt hatten, wurde der Anker gelichtet und die große Fahrt begann. Das Wetter spielte dabei sehr gut mit, denn nach kräftigem Regen in der Nacht zeigte sich pünktlich zum Auslaufen die Sonne. Eine leichte bis schwache Brise ermöglichte kurz nach Verlassen des Heimathafens das Setzen der Segel und man kam gut voran. Ständiges Kreuzen und Kartennavigation hielten dabei die Mannschaft auf Trapp.

„Klar zum Wenden!“ kommt der Befehl von Kapitän Kornadt.
Vorschoter Markus H. nimmt die Fockschot1 von der Winsch.
„Ist klar!“ ruft der Matrose.
Der Steuermann luvt an:
„Ree!!“
Vorschoter Markus viert die Fockschot, die Fock flattert kurz noch auf der Backbordseite, wird durch Vorschoter Conrad V. auf steuerbord dicht geholt und hat nur einen Augenblick später wieder Wind. Die Seeadler kann sich ganz geschmeidig durch den Wind drehen und setzt ihre Fahrt fort.

Unser Kurs führte uns am ersten Tag durch das einzige Gebiet Europas, dessen Länderzugehörigkeit nicht eindeutig geklärt ist, nach Langenargen, wo wir vor Anker gingen. Nach einem sehr guten Abendessen am Ufer des Bodensees konnte auf dem Schiff dank moderner Technik das WM-Spiel um Platz 3 geschaut werden.

Der nächste Morgen überraschte uns mit warmen Sonnenstrahlen. Zu Mittag gab es aus der Kombüse von Smutje Thomas B. Nudeln mit Tomatensoße aufgetischt. Am Abend gingen wir wieder im Heimathafen Lochau vor Anker wo klar Schiff gemacht und ausgeschifft wurde. Anschließend begann die Heimreise, die in einem großen Finale mit einem Weltmeistertitel endete, der wiedermal deutlich machte, dass TEAM groß geschrieben werden muss!

Damit war die große Fahrt des Lehrstuhls Bauphysik der Technischen Universität Kaiserslautern zu Ende. Alle Seeleute waren sich einig, dass es ein gelungener und spannender Törn war, der herzlich gern wiederholt werden soll.

 


1 Die Fock ist das vordere Segel und die Fockschot das Seil zum fixieren des Segels.