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    Untersuchungsprogramm zur Beurteilung der Eignung der nachgeschalteten Teichanlage zur Mischwasserreinigung vor dem Hintergrund der Überprüfung des Gesamtwirkungsgrades der Abwasserreinigungsanlage Tholey-Sotzweiler

    Beschreibung

    Projektlaufzeit: 1998 - 2002

    Bearbeiter:

    • Dr.-Ing. Joachim Hansen
    • Dipl.-Ing. J. Rammacher

    Das Einzugsgebiet der Abwasseranlage Tholey-Sotzweiler umfaßt in einem ländlich geprägten Gebiet zukünftig eine zu entwässernde Fläche AEK von 400 ha mit einem undurchlässigen Anteil Au von ca. 170 ha. Die einzelnen Ortschaften werden überwiegend im Misch­verfahren entwässert. Die Kläranlage Sotzweiler besitzt eine Anschlußgröße von 11.000 EW.

    Eine Schmutzfrachtberechnung zur Dimensionierung der Misch­wasserentlastungen für den Prognosezu­stand führte zu einem extrem hohen spezifischen Beckenvolumen von 81 m3/ha. Ursache für die sehr hohen Beckenvolumina ist vor allem die geri­nge Ein­wohner­dichte, die wiederum eine kleine Regenabflußspende im Bemessungszufluß zur Kläranlage bewirkt.

    Mit dem Ziel der Volumen­ein­sparung wurde darauf­hin im Einver­nehmen mit der Auf­sichts­behörde der Zufluß zur Kläranlage von 2 Qs + Qf ×auf 3 Qs + Qf erhöht.

    Die Erhöhung des Mischwasserzuflusses zur Kläranlage im Regenwetterfall von 2Qs+Qf auf 3Qs+Qf ist jedoch problematisch, da für den biologischen Teil der Anlage (Bele­bungsanlage mit simultaner Schlammstabilisie­rung, Denitri­fika­tion und simultaner Phosphatfällung) Be­mes­sungs­re­geln für einen solchen Fall fehlen. Man entschied sich des­halb, nur die mechanische Reini­gungsstufe auf den erhöh­ten Zu­fluß auszule­gen. Hinter dem belüfteten Sand­fang erfolgt im Regenwetterfall eine Aufspaltung des erhöhten Mischwasserabflusses, indem nur 2Qs+Qf zum Belebungsbecken geführt werden. Der diesen Grenzwert übersteigende Mischwasserzufluß wird direkt in die dem Nachklärbecken nach­geschaltete Teichanlage abge­schla­gen.

    Für dieses unkonventionelle Lösungskonzept weist die Planung Einsparungen bei den Investi­tions­kosten gegenüber der konventionellen Lösung in der Größenordnung von 10 Millio­nen DM für den Prognosezustand aus. Da die Bemessung jedoch zahlreiche und zum Teil wenig abgesicherte Annahmen enthält, machte die Aufsichtsbehörde ein Untersu­chungs­programm zur Auflage, durch welches die Reinigungs­leistung der Gesamtanlage exempla­risch zu überprüfen ist.

    In einer ersten Phase des Programmes soll die Tauglichkeit der Teiche zur Reinigung diskontinuierlich anfallenden Mischwassers untersucht werden. Insbesondere soll die Frage geklärt werden, ob die Mischwasserbehandlung tatsächlich auf die Teiche verlagert werden kann. In einer zweiten Phase soll der Nachweis erbracht bzw. Wege dazu aufgezeigt werden, daß die Gesamt­belastung des Gewässers diejenige nicht übersteigt, die sich bei einer konventionellen Lösung ergeben hätte.

    Finanzierende Institution(en)

    • Entsorgungsverband Saar