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    Studie zur Abschätzung der Wasserqualität der Sauer nach Bau der Kläranlage Heiderscheidergrund

    Beschreibung

    Projektlaufzeit: 11/2002 - 02/2003

    Bearbeiter:

    • Dr.-Ing. Joachim Hansen
    • Dipl.-Ing. Lars Schuchardt
    • Dipl.-Ing. Jürgen Wiese

    Der luxembourgische Abwasserzweckverband SIDEN (Syndicat Intercommunal de Dépollution des Eaux Résiduaires du Nord) plant zur Zeit an der Sauer den Bau der mechanisch-biologischen Kläranlage Heiderscheidergrund. Das geplante Gesamtkonzept sieht vor, die im Einzugsgebiet des Sauer-Stausees, der große Teile von Luxembourg mit Trinkwasser versorgt, anfallenden Abwässer zu sammeln, den Stausee zu umgehen und die Abwässer der neu zu errichtenden Kläranlage zuzuführen. Hierbei sollen die zur Zeit im Einzugsgebiet befindlichen kleinen Kläranlagen, die zum Teil in Nebengewässer der Sauer einleiten, aufgegeben werden. Dieser Umstand ruft bei einigen Nutzern des Flusses Besorgnis hervor, vor allem bei den Fischereiverbänden und den direkten Unterliegern der Kläranlage, die eine Verschlechterung der Wasserqualität der Sauer unterhalb der geplanten Kläranlage befürchten. Im Rahmen dieser vom Zentrum für Innovative AbWassertechnologien tectraa an der Universität Kaiserslautern durchgeführten Studie soll daher abgeschätzt werden, wie sich die Wasserqualität der Sauer unterhalb der zukünftigen Einleitstelle der Kläranlage Heiderscheidergrund infolge des Baus sowie der daraus resultierenden Modifikationen im Einzugsgebiet verändert. Die Untersuchungen basieren vorwiegend auf Bilanzierungen und Modellrechnungen, sowohl bei der Abschätzung der eingeleiteten Frachten und Konzentrationen als auch bei der Berücksichtigung des Selbstreinigungsvermögens des Fließgewässers und der hieraus resultierenden Ermittlung der Wasserqualität für ausgewählte Parameter. Hierbei wird ein Vorher-Nachher-Vergleich durchgeführt, d.h. die Belastung der Sauer vor dem Bau der Kläranlage Heiderscheidergrund wird mit der Situation nach dem Bau verglichen. Eine Bilanzierung der emittierten Frachten zeigt, dass durch die geplanten Maßnahmen die CSB-Emissionen im Jahresmittel um 73 % bzw. beim NH4-N sogar um 88 % verringert werden können. Auch im Endausbauzustand (bilanziert mit den angenommenen Belastungen für das Jahr 2030) sind Emissionen zu erwarten, die im Jahresmittel beim CSB um 57 % bzw. beim NH4-N noch um 84 % unter der derzeitigen Belastung (IST-Zustand) liegen. Die Ergebnisse zeigen, dass die geplanten Maßnahmen im Bereich der Abwasser- und Mischwasserbehandlung zu einer gravierenden Verminderung der in die Sauer eingeleiteten Frachten – sowohl bzgl. des Parameters CSB als auch des Ammoniumstickstoffs – führen. Die durchgeführte Abschätzung der daraus resultierenden Gewässergüte der Sauer (die für die Trockenwetterbelastung sowie anhand ausgewählter Regenereignisse durchgeführt wurde) weist darauf hin, dass der Bau der Kläranlage Heiderscheidergrund einschließlich der flankierenden Maßnahmen im Bereich der Mischwasserbehandlung – entgegen den im Vorfeld der Untersuchungen formulierten Befürchtungen – zu einer z.T. erheblichen Verbesserung der Wassergüte im Vergleich zum IST-Zustand führt.

    Finanzierende Institution(en)

    • Syndicat Intercommunal de Dépollution des Eaux Résiduaires du Nord