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    KOMPLETT - Entwicklung und Kombination von innovativen Systemkomponenten aus Verfahrenstechnik, Informationstechnologie und Keramik zu einer nachhaltigen Schlüsseltechnologie für Wasser- und Stoffkreisläufe

    Beschreibung

    Projektlaufzeit: 09/2005 - 08/2008

    Bearbeiter:

    Veranlassung

    Die in den Industrieländern praktizierten und in vielen Fällen bewährten Techniken der Wasserver- und Entsorgung (Aufbereitung von Oberflächenwasser, Spültoilette, Freispiegelkanalisation, zentrale Kläranlagen) sind aus geografischen, technischen und finanziellen Gründen nicht in alle Regionen der Welt zu übertragen. Zudem besteht – auch in den Industriestaaten – beim derzeitigen Stand der Technik weiterhin Entwicklungsbedarf, um die Nachteile konventioneller Systeme zu verringern. Ein wesentlicher Nachteil dabei ist, dass in erheblichem Umfang Ressourcen aufgewendet werden müssen, um die im Abwasser enthaltenen (Nähr-)Stoffe zu eliminieren. Zudem ist das bislang angewandte Verdünnungs- und Vermischungsprinzip nicht nachhaltig. Es wird daher bereits seit einigen Jahren weltweit an neuen, so genannten ‚Alternativen Sanitärkonzepten’ (ecosan) bzw. ‚Dezentralizes Sanitation and Reuse’ (DeSaR) -Konzepten gearbeitet, bei denen die oben genannten Probleme vermieden und Wasser- und Nährstoffkreisläufe geschlossen werden sollen.

    Forschungsziele

    Das dreijährige BMBF- Verbundprojekt mit dem Langtitel ‚Entwicklung und Kombination von innovativen Systemkomponenten aus Verfahrenstechnik, Informationstechnologie und Keramik zu einer nachhaltigen Schlüsseltechnologie für Wasser- und Stoffkreisläufe’ hat zum Ziel, die neuesten Entwicklungen aus verschiedenen Branchen - mit zurzeit geringen Berührungspunkten - zu einer innovativen Schlüssel-Technologie zu verschmelzen. Dabei soll ein dezentrales, fernüberwachtes, intelligentes System mit geschlossenen Materialkreisläufen entwickelt werden. Der Einsatz eines solchen Systems ist prinzipiell weltweit, insbesondere in Wassermangelgebieten und in abgelegenen, dünn besiedelten Regionen ohne bestehende Ver- und Entsorgungsinfrastruktur oder bei hohen Trinkwasserpreisen vorgesehen.

    Vorgehensweise

    Im Rahmen des Projektes soll - in Anlehnung an die Vorgänge in der Natur - ein autarkes System entwickelt werden, welches unabhängig von Niederschlagsereignissen und vorhandener Ver- und Entsorgungsinfrastruktur einsetzbar ist. Konzipiert und untersucht werden sollen hierbei technische Lösungen für Grauwasser- und Schwarzwasserkreisläufe, die in der Pilotphase des Projektes in einem Gesamtsystem zusammen mit innovativen Sanitärtechnologien sowie einem intelligenten Informations- und Diagnosesystem mit den Funktionen Automatisierung, Fernüberwachung und Visualisierung integriert werden. Die Untersuchungen werden in drei unterschiedlichen Maßstäben durchgeführt: 

    • Labormaßstab: In einer ersten Projektphase werden Laborversuche zur Beurteilung und Optimierung einzelner Anlagenkomponenten durchgeführt.
    • Techikumanlagen: In einem zweiten Schritt werden am Standort Kaiserslautern Technikumanlagen für ca. 20 Einwohnerwerte (EW) errichtet, die die getrennten Abwasserströme eines Wohnkomplexes behandeln. Die hier installierte Verfahrenstechnik wird über einen Zeitraum von ca. 15 Monaten erprobt, evaluiert und optimiert. Parallel dazu finden Funktionstests der Sanitärprodukte statt und das intelligente Diagnosesystem wird entwickelt und Funktionsprüfungen unterzogen. 
    • Pilotanlage: In einer Pilotphase (bei der erstmals mit geschlossenen Teilkreisläufen sowie gekoppelten Systemen gearbeitet wird) werden abschließend die Einzelkomponenten modifiziert, das Komplett-System in einem Großobjekt als Demonstrationsanlage integriert und abschließend über einen Zeitraum von ca. 10 Monaten betrieben und optimiert.

    Weitere Projektinformationen unter www.komplett-projekt.de

    Finanzierende Institution(en)

    • BMBF

    Partner-Institution(en)

    • Villeroy & Boch AG
    • Enviro-Chemie GmbH
    • ap system engineering
    • AG Visualisierung - TU Kaiserslautern
    • IHÖG - Universität Bonn
    • IPE - Universität Bonn