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    Entwicklung von Strategien zur Reduzierung des Mikroschadstoffeintrags in Gewässer im deutsch-luxemburgischen Grenzgebiet - EmiSûre

     

    Beschreibung

    Projektlaufzeit: 01/2017 - 12/2020

    Bearbeiter:

    Veranlassung

    Im Ablauf kommunaler Kläranlagen werden vermehrt Mikroschadstoffe (z. B. Arzneimittel,  Diagnostika, Pestizide) nachgewiesen. Aus Gründen des vorbeugenden Gewässerschutzes wird europaweit die Aufrüstung kommunaler Kläranlagen mit Verfahren wie Ozonung oder die Aktivkohleadsorption diskutiert, wobei derzeit jedes Land seine eigene „Mikroschadstoff-Strategie“ entwickelt. Diese Verfahren erhöhen jedoch den Energie- bzw. Ressourcenverbrauch der Kläranlagen deutlich. Bei der Auswahl von geeigneten Maßnahmen spielen daher neben der Wirksamkeit insbesondere die damit verbundenen Kosten und Umweltbelastungen eine wesentliche Rolle. Diese Zusammenhänge sind von besonderer Bedeutung für kleinere bis mittlere Kläranlagen, wie sie häufig in der Groβregion zum Einsatz kommen. Dies erfordert die Entwicklung innovativer Strategien für die Implementierung und den Betrieb der 4. Reinigungsstufen auf überregionaler Ebene.

    Vorgehensweise

    Übergeordnete Ziel des Projektes „EmiSûre“ ist die Entwicklung grenzüberschreitender Strategien auf Basis eines georeferenzierten Stoffflussmodells zum Umgang mit Mikroschadstoffen aus der Abwasserentsorgung. Die Strategien sollen auf Basis des Flusseinzugsgebiets der „Sauer“, als grenzüberschreitendes Gewässer der Länder Deutschland und Luxemburg entwickelt werden. Daneben werden ressourceneffiziente Reinigungstechniken auf der Basis von Bodenfiltern, die hinsichtlich der vorgenannten Kriterien für die Anwendung auch auf kleineren Kläranlagen geeignet sind, erprobt. Ausgehend vom Status Quo soll für ausgewählte Mikroschadstoffe anhand von Szenarien die Wirksamkeit von verschiedenen Maßnahmen - zur Reduzierung der Mikroschadstoffeinträge analysiert und bewertet werden. Zudem sollen Strategien für einen ressourcenorientierten Betrieb der Technologien entwickelt werden, um den Energie- und Materialeinsatz sowie die monetäre Belastung zu minimieren.

    Finanzierende Institution(en)

    • Europäische Union, Grenzüberschreitendes Programm zur Europäischen Territorialen
      Zusammenarbeit 2014-2020 INTERREG V A „Großregion“

    Partner-Institution(en)

    • Syndicat Intercommunal de Dépollution des Eaux résiduaires du Nord (SIDEN), Luxembourg
    • Universität Luxemburg, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft und Wasserbau
    • Syndicat Intercommunal de Dépollution des eaux résiduaires de l'Est (SIDEST), Luxembourg
    • Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF), Deutschland
    • Administration de la gestion de l'eau (AGE), Ministère du Développement durable et des Infrastructures, Grand-Duché de Luxemburg
    • Entsorgungsverband Saar (EVS), Deutschland