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    Entwicklung eines systematischen Ansatzes zur Einführung 4. Reinigungsstufen auf kommunalen Kläranlagen an problematisch belasteten Gewässern in Rheinland-Pfalz - Mikro-System

     

    Beschreibung

    Projektlaufzeit: 04/2016 -03/2018

    Bearbeiter:

    Veranlassung

    Kommunale Kläranlagen stellen einen der bedeutendsten Eintragspfade von Mikroschadstoffen in Fließgewässer dar. Insbesondere in der Schweiz sowie in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wird die Nachrüstung kommunaler Kläranlagen mit einer sogenannten vierten Reinigungsstufe intensiv untersucht und zum Teil auch bereits umgesetzt. Im Hinblick auf einen gewässerorientierten, wirtschaftlichen Betrieb vierter Reinigungsstufen liegen bislang allerdings keine Erfahrungen vor. Durchgeführte Studien und technisch realisierte Anlagen zielen vorrangig auf die Wirkungsweise und die erreichte Elimination der eingesetzten Verfahrenstechniken ab, berücksichtigen jedoch nicht die spezifische Einleitsituation der einzelnen Kläranlagen, die Bereitschaft der Betreiber zur Umsetzung der Maßnahmen sowie der Bürger zur finanziellen Beteiligung an einem nachhaltigen Umweltschutz. Ebenso wird die länderspezifische Ausgangssituation bisher nicht betrachtet und der Einfluss der Mischwasserentlastungen nicht mit in den Entscheidungsprozess einbezogen. Im Rahmen des Projektes „Mikro-System“ soll in einem integralen Ansatz auf Basis einer geeigneten gestaffelten Vorgehensweise eine Systematik zur Einführung 4. Reinigungsstufen auf kommunalen Kläranlagen an problematisch belasteten Gewässern in Rheinland-Pfalz erarbeitet, Betriebsstrategien für einen wirtschaftlichen und immissionsorientierten Betrieb entwickelt und diese technisch erprobt werden.

    Vorgehensweise

    Für die Entwicklung eines systematischen Ansatzes zur Einführung und zum Betrieb 4. Reinigungsstufen bietet sich die Errichtung von Pilotanlagen auf Kläranlagen an problematisch belasteten Gewässern an. Hierzu wird in einem ersten Arbeitsschritt mittels Stoffflussmodellierung für zwei ausgewählte Gewässer (Lauter und Wiesbach) überprüft, was getan werden muss, um diese parameterbezogen in einem Zustand mit RQ < 1 zu überführen, ob und unter welchem Aufwand eine 4. Reinigungsstufe an den verschiedenen Kläranlagenstandorten realisiert werden kann, welche(s) technische(n) Verfahren zum Einsatz kommt(en) kann(können), wie lauten die Reinigungsanforderung und die Behandlungskapazität, welcher Nutzen wird für das Gewässer insgesamt generiert etc. Die Randbedingungen und erforderlichen Verfahrensansätze für die möglichen Kläranlagenstandorte werden anschließend in technischen Konzeptstudien untersucht. Besondere Berücksichtigung findet dabei die spezifische Ausgangssituation in Rheinland-Pfalz, mit überwiegend kleinen bis mittleren Kläranlagen..

    Finanzierende Institution(en)

    • Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF)

    Partner-Institution(en)

    • Wuppergesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH (WiW)

    Literaturliste

    • Knerr,H.; Gretzschel, O.; Schmitt, T.G.; Steinmetz, H.; Taudien, Y.; Kolisch, G. (2017): "Reduzierung des Eintrags von Mikroschadstoffen in Gewässer aus Abwassersystemen - Stoffflussmodellierung verschiedener Maßnahmen". Schriftenreihe zur Wasserwirtschaft der Technischen Universität Graz, Bd. 75, T1-T18