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Weinberghaus aus Hochleistungsbeton

"Ein Raum im Weinberg" war das Thema eines Stehgreifentwurfes, der im Studiengang Architektur zu bearbeiten war. Ein Raum, der als Schutzhütte genutzt werden kann, sollte unter Verwendung von Fertigteilen aus Hochleistungsbeton entworfen werden.

Dabei galt es, nicht nur neue Möglichkeiten der Oberflächengestaltung zu nutzen, sonder insgesamt die Vorteile des Werkstoffs hinsichtlich Tragfähigkeit aber auch Nachhaltigkeit kreativ und intelligent zu nutzen.

Die Idee stammt von den Architekturprofessoren Bernd Meyerspeer und Dirk Bayer. Ziel war es, den besten Entwurf auch tatsächlich in einem pfälzischen Wingert zu realisieren. Zunächst wurden aus einer Vielzahl von Arbeiten drei Entwürfe ausgewählt und im Hinblick auf die Materialeigenschaften des zu verwendenden Hochleistungsbetons mehrfach überarbeitet. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Konstruktion von Anschlussdetails der einzelnen Fertigteile, die mittels adhäsiver Fügetechnik miteinander verbunden werden sollten.

In einem weiteren Schritt wurden von jedem der drei Entwürfe Probestücke im Originalmaßstab hergestellt. Aufgrund der filigranen Bauteilabmessungen – die Wanddicken betragen nur drei Zentimeter – wurden die Probestücke mit einer Mikrobewehrung versehen, um ein duktiles Materialverhalten sicherzustellen. Der Zement und die Mikrobewehrung, die aus Drahtgittern mit einer Maschenweite von rund einem Zentimeter und Stahldrähten mit einem Durchmesser von einem Millimeter bestehen, wurden von der Firma DUCON zur Verfügung gestellt.

Schließlich wurde unter architektonischen und konstruktiven Gesichtspunkten ein Entwurf von Christoph Perka ausgewählt. Rechtzeitig zur Weinlese konnte am 23. September 2011 das Weinberghaus als erstes seiner Art in einem Weinberg bei Wörrstadt, südwestlich von Mainz seiner Bestimmung übergeben werden.

Finanzierung

Eigenfinanzierung, Materialspenden von der Firma DUCON GmbH und der BASF

Fotos: