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Begründung eines reduzierten Zuverlässigkeitsindexes und modifizierte Teilsicherheitsbeiwerte für das Bauen im Bestand 

Bauen im Bestand gewinnt zunehmend an Bedeutung. Um das Bauen im Bestand gegenüber neu zu errichtenden Tragwerken nicht wirtschaftlich zu benachteiligen, ist ein auf die besonderen Rahmenbedingungen abgestimmtes Sicherheitskonzept erforderlich, das nicht aus den aktuellen Regelwerken entnommen werden kann.

In jüngerer Zeit wurden einige Forschungsvorhaben durchgeführt, die modifizierte Teilsicherheitsbeiwerte für das Bauen im Bestand zum Ergebnis hatten. Allerdings sind die Ergebnisse nicht Stand der Technik und deshalb im bauaufsichtlich geregelten Bereich noch nicht umsetzbar.

Aus diesem Grund sollen in einem DBV-Merkblatt „Modifizierte Teilsicherheitsbeiwerte für das Bauen im Bestand“, das die Vorstufe zu einer entsprechenden DAfStb-Richtlinie bilden kann und auf diesem Forschungsvorhaben basiert, vorliegende Erkenntnisse für das Bauwesen anwendbar gemacht werden.

Als Grundlage der Forschungsarbeit erfolgt zunächst die Aufarbeitung und Darstellung der einzelnen Parameter des in den aktuellen Normen (EC 0 und EC 2) beinhalteten Sicherheitskonzeptes auf Basis von Teilsicherheitsbeiwerten. Ziel dieser Voruntersuchung ist die Identifikation der am Sicherheitskonzept beteiligten Parameter, um bei einer späteren Modifikation dieser Parameter die Auswirkungen auf die Tragwerkszuverlässigkeit abbilden zu können.

Unter Berücksichtigung baurechtlicher Aspekte wird eine Parameterstudie erstellt, wie Zuverlässigkeit, schadensfrei absolvierte Standzeit und Restnutzungsdauer zusammenhängen und welcher Zuverlässigkeitsindex für bestehende Tragstrukturen gerechtfertigt ist. Hierzu werden sachliche Hintergründe und internationale Literatur und Regelwerke bewertet und argumentativ aufbereitet.

Auf Basis dieser Grundlagen erfolgt weiterhin eine schlüssige Modifikation von Teilsicherheitsbeiwerten auf Basis von EN 1990, Anhang C.

Als Ziel des Forschungsvorhabens sollen die abgeleiteten Teilsicherheitsbeiwerte für die unterschiedlichen Parameterkonstellationen für das o. g. DBV-Merkblatt so aufbereitet werden, dass Praktiker ohne vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet der Zuverlässigkeitstheorie die Ergebnisse zielsicher nutzen können.

 

Projektabschluss: März 2014

Seit Projektbeginn wurden bis heute folgende Arbeiten am Projekt durchgeführt:

-       Auswertung einer umfangreichen Literaturrecherche zu den Hintergründen der Sicherheitsphilosophie und                Versagenswahrscheinlichkeit von Bestandstragwerken sowie zum Sicherheitskonzept der aktuellen Normengeneration             unter Berücksichtigung umfangreicher wissenschaftlicher Arbeiten.

-       Bestimmung der maßgebenden Eingangsparameter des aktuellen Sicherheitskonzeptes

-       Parameterstudien zur Ermittlung der Auswirkung modifizierter Eingangsparameter

-       Semiprobabilistische Parameterstudien

-       Parameterstudien auf Basis einer probabilistischen Analyse nach FORM

-       Zusammenstellung und Bewertung der Berechnungsergebnisse

-       Erstellung des Abschlussberichtes

-       Fertigstellung des Abschlussberichtes

-       Projektabschluss

 

 

Forschungspartner

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Grünberg (G + S Planungsgesellschaft mbH, Hamburg)

 

Finanzierung

Das Forschungsprojekt wird durch Mittel des Deutschen Beton- und Bautechnik Verein E.V., Berlin, unterstützt.

 

Beratergruppe

Herr Dr. Fingerloos (DBV)

Frau Häußler (DiBT)

 

Veröffentlichungen

Schnell, J.; Grünberg, J.; Stauder, F.; Fischer, A.:

Begründung eines reduzierten Zuverlässigkeitsindexes und modifizierter Teilsicherheitsbeiwerte für Stahlbetontragwerke im Bestand. DBV-Heft 24, Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein e.V., Eigenverlag, Berlin, 2014.