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Beschreibung

Am 17.05.2016 veranstaltete das Fachgebiet Mobilität & Verkehr (imove) mit 20 StudentInnen eine Tagesexkursion zur Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen sowie zum Eisenbahnbetriebsfeld (EBD) in Darmstadt.

Bei der DFS wurden wir durch Herrn Raab von der Pressestelle, einem ehemaligen Fluglotsenausbilder, geführt. In seinem lebhaften Vortrag ging er zunächst auf die historische Entwicklung der Flugsicherung in Deutschland ein. In einer eindrücklichen Simulation der Flugbewegungen über Europa zeigte er sodann die Notwendigkeit der Flugsicherung. Demnach gab es im vergangenen Jahr rund 3 Mio. Starts und Landungen in Deutschland, die von der DFS kontrolliert wurden. Ohne Flugsicherung wäre diese Zahl an Flügen nicht durchführbar. Als ehemaliger Lotse demonstrierte Herr Raab den Studenten im Anschluss daran die exemplarische Abwicklung eines Fluges durch die Flugsicherung vom Start in Frankfurt bis zur Landung in Hamburg und übersetzte die Funksprüche aus einem speziellen Funkenglisch ins Deutsche. Nebenbei erläuterte er die hierzu eingesetzten Techniken: Radar, Transponder, Funk und Kollisionswarnsysteme. Zum Abschluß durften alle einen Blick in den Kontrollraum für den unteren, durch Langen kontrollierten Luftraum werfen, der sich etwa von Münster bis Basel erstreckt. Bei dieser Gelegenheit erklärte Herr Raab auf Nachfrage, wie es zu dem Flugzeugunglück von Überlingen im Jahre 2002 gekommen ist und was man aus Flugsicherungssicht aus diesem Vorfall gelernt hat. Abgerundet wurde der erste Teil der Exkursion durch ein Mittagessen in der DFS Kantine.

Der zweite Teil der Exkursion fand im Eisenbahnbetriebsfeld (EBD) in Darmstadt statt, einer Bahnanlage, die den realen Eisenbahnbetrieb im Maßstab 1:87 simulieren kann. Träger sind die TU Darmstadt, die Deutsche Bahn sowie der Akademische Arbeitskreis Schienenverkehr. Die Bedienung und Steuerung der Weichen und Signale erfolgt über einzelne Stellwerke verschiedener Generationen. Herrn Wanjani führte uns nach einem Theorievortrag durch die Anlage und erklärte anhand einer Einführungszugfahrt ausführlich, wie die unterschiedlichen Stellwerkstechniken funktionieren. Das oberste Gebot im Eisenbahnwesen „Sicherheit vor Pünktlichkeit“ zeigt sich auch in den Stellwerken. Herr Wanjani erklärte, dass die Festlegung der Fahrwege jedes einzelnen Zuges mittels zweimaliger Prüfung sowie anschließender Einstellung und Sicherung strengen Regeln unterliegt. Für einen Simulationslauf auf der Anlage wurden alle Teilnehmer anschließend auf die verschiedenen Stellwerke entlang der Strecke aufgeteilt und konnten so praktisch erfahren, wie mechanische, elektromechanische, elektronische Stellwerke (ESTW) sowie Drucktastenstellwerke funktionieren. Durch die selbstständige Festlegung von Fahrstraßen, die Koordination von Personen- und Güterzügen unter Beachtung des Fahrplans und der aktuellen Verspätungslage sowie die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Stellwerken wurden die Schwierigkeiten des Bahnalltags schnell deutlich. Verspätungen, wie sie im realen Bahnbetrieb vorkommen, konnten selbst in der Simulation mit einem moderaten Fahrplan nicht vermieden werden. Zumindest die Teilnehmer der Exkursion werden in Zukunft wissen, woran es liegen kann, wenn ihr Zug einmal nicht pünktlich kommt.

^ NACH OBEN

Exkursionspartner

    • Deutsche Flugsicherung GmbH Langen
    • Eisenbahnbetriebsfeld Darmstadt