Forschungsprojekt

Entwicklung, Bau und Erprobung einer Vorrichtung für den Zugang von Hochbahnsteigen in Niederflurfahrzeuge des regionalen Eisenbahnverkehrs (Projektphase II)

Forschungsstelle

Institut für Mobilität & Verkehr
Technische Universität Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße 14
D-67663 Kaiserslautern

 

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Konstruktion im Maschinen- und Apparatebau (KIMA) der TU Kaiserslautern.

Auftraggeber

Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV-Süd), DB Regio, Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)

Abschluss

2012

Kurzbericht

 

Untersuchungsgegenstand

Im Zuge der Bahnreform wurde Mitte der 90er Jahre eine Modernisierungs- und Investitionswelle im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ausgelöst. Im Rahmen der Modernisierung der Bahnhofsinfrastruktur und der Fahrzeugflotte mussten jedoch Kompromisse eingegangen werden. So haben sich im Regionalverkehr (überwiegend 550 mm) sowie im S-Bahn- und Fernverkehr (überwiegend 760 mm) Fahrzeuge mit unterschiedlichen Fußbodenhöhen etabliert. Aus betrieblichen Gründen lassen sich in der Praxis Situationen nicht vermeiden, in denen Fahrzeuge und Bahnsteige unterschiedlicher (Einstiegs-) Höhe zusammentreffen. Diese Situation bereitet insbesondere mobilitätseingeschränkten Reisenden, die beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind, Probleme.
In der Vergangenheit war in nahezu allen Fällen die Bahnsteighöhe niedriger als die Fußbodenhöhe der Fahrzeuge. Für diese Situation wurde bereits vor Jahren ein Hubliftsystem entwickelt, das auf vielen Bahnhöfen der DB AG heute vorgehalten wird.  Im Hinblick auf einen barrierefreien Zugang ist die  neue Problemstellung daher die Überbrückung des Höhenunterschieds zwischen einem hohen Bahnsteig (760mm) und einer niedrigen Fahrzeugbodenhöhe (550 mm).
Prinzipiell bieten sich hier verschiedene Lösungsansätze am oder im Fahrzeug sowie im Bereich der Infrastruktur an. Forschungs- und Entwicklungsauftrag war eine mobile, bahnsteigseitige Lösung für das Heben und Absenken eines Rollstuhls zu entwickeln.  Dazu wurde der Lehrstuhl für Konstruktion im Maschinen und Apparatebau (KIMA) und das Institut für Mobilität und Verkehr (imove) der Technischen Universität Kaiserslautern  mit einer zweistufigen Untersuchung beauftragt.

Projektstruktur

In der abgeschlossenen Projektphase I erfolgte eine Voruntersuchung und Machbarkeitsstudie für eine Hebebühne mit erweitertem Einsatzbereich. Diese Phase schloss mit Empfehlungen und der Aufstellung eines Lastenheftes.
In der laufenden Projektphase II erfolgt der Bau eines Prototypen mit dem dann in praktischen Versuchen weitere Erkenntnis bezüglich Bedienung, Benutzung und Einsatz gewonnen werden können.

 

Auftraggeber und Bearbeitung

Die Untersuchung wurde vom Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Süd (ZSPNV Süd) in Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben und wird durch den ZSPNV Süd, die DB AG, den Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN) sowie das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) des Landes RLP finanziert.
Die Bearbeitung erfolgt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Konstruktion im Maschinen- und Apparatebau (KIMA) der Technischen Universität Kaiserslautern.

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Aktionen und Maßnahmen

  • Der Prototyp wurde im Laufe des Jahres 2011 gebaut und getestet. Nach einer ersten offiziellen Vorstellung auf dem Bahnsteig erfolgen nun Anpassungs- und Verbesserungsarbeiten, so dass der überarbeitete Hublift nochmals im April 2012 vorgestellt werden kann und das Projekt damit abgeschlossen wird.