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Innovative Abwärmenutzung durch Wärmeverteilung über die Kanalisation

Projektbeschreibung

Ziel des Vorhabens InnoA2 ist die Erschließung bislang ungenutzter dezentraler Abwärmepotenziale durch Wärmetransport im vorhandenen extensiven Abwassersystem bis zum Nutzer „stromabwärts“. Das Konzept sieht vor, Abwärme von dezentralen Wärmeproduzenten mittels Wärmetauschern auf den Abwasserstrom zu übertragen. Durch die Abwärme ist es möglich, die Abwassertemperatur maßvoll anzuheben und die so übertragene Wärmeenergie mit dem Abwasserstrom relativ verlustarm in Fließrichtung zu transportieren. Anschließend wird die Wärme stromabwärts mittels etablierter Techniken verwertet. Durch die Nutzbarmachung dezentraler, bislang ungenutzter Abwärmequellen und die Doppelnutzung der bestehenden Kanalinfrastruktur für die Wärmeverteilung leistet das geplante Forschungsprojekt einen Beitrag zur Senkung des Primärenergiebedarfs und der Treibhausgasemissionen. Durch die Doppelnutzung von Infrastrukturen kann eine hohe Ressourcen- und Kosten-Effizienz für die Wärmeverteilung und –bereitstellung erreicht werden. Dadurch ist es möglich, auch Gebiete mit niedriger Wärmedichte mit erneuerbarer Wärme zu versorgen, die ansonsten nicht wirtschaftlich durch Wärmenetze erschließbar sind. Dies unterstützt die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im Bereich Anlagenbau und Wassertechnik. Für kommunale Unternehmen aus dem Bereich Abwasserentsorgung und Kanalbetrieb eröffnet das Konzept neue Geschäftsfelder. Neben der technischen Machbarkeit und der Nachhaltigkeitsbewertung des Konzepts, steht praxisorientiert die Umsetzung im Modellgebiet Lünen im Fokus des Projekts. Dazu gehört die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung für die Realisierung exemplarisch an einer Pilotstrecke.

Forschungsteam

Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR (SAL) [Projektleitung]
Dipl.-Ing. Claus Externbrink
Dipl.-Ing. Udo Schratz

Technische Universität Kaiserslautern
Fachgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft, Fachbereich Bauingenieurwesen

Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer
Dipl.-Ing. Philipp Müller

Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Dr.-Ing. Thomas Hillenbrand
Dr. Eve Menger-Krug

 

Förderung

Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich im Auftrag des BMWi

 

Laufzeit

07/2016 - 06/2018